Geschichte

Bereits Funde aus der Zeit ~ 100 000 v. Chr. (zw. Neandertalmenschen und Cromagnon). Wih-mari - bedeutet heiliger See oder hl. Sumpf, aus dem sich der Jakobshügel erhob. Ab 531 die Franken in Thüringen.

3 Siedlungskerne:

a) Burg mit Frohnhofsiedlung beim heutigen Schloß. (10. Jh.), Zisterzienserinnenkloster in Oberweimar (13. Jh.) und Thüringer Dorf auf dem Jakobshügel (5. / 6. Jh.) Wichtig war die älteste Burg aus dem 10. Jh. als Sitz der älteren Grafen von Weimar - Orlamünde, deren Nachfolger im 13. Jh. schließlich die Stadt gründeten.

1424 fielen Burg, Stadtkirche und die halbe Stadt einem Feuer zum Opfer.

Am Ausgang des Mittelalters beginnt der Aufstieg Weimars in Verbindung mit großen Geistern und Künstlern.

Der erste ist Lucas Cranach (1472 - 1553). In der Folge stehen eine ganze Reihe großer Namen in der Stadtgeschichte. Luther war 1518 auf dem Weg zum päpstlichen Legaten, vor dem er widerrufen sollte, hier.

1521, auf der Reise nach Worms war er wieder in Weimar.

1524 wurde Thomas Müntzer in die Bastille gesperrt.

1525 Übernahme der Reformation mit Unterstützung der Fürsten von Wettin. Johann Friedrich der Gutmütige mußte nach der Schlacht bei Schmalkalden und Mühlberg 1547 große Teile seines Kurfürstentums Sachsen und seine Kurwürde abtreten. Ab 1552 hatte er nur mehr das kleine Herzogtum von Sachsen-Weimar. Weimar wurde Residenz. Das 1640 um Eisenach erweiterte Territorium zerfiel durch Erbteilungen 1672 in noch kleinere Gebiete: Weimar / Jena / Eisenach / Werksuhl. Erst unter Herzog Ernst August I. (1728 - 48) wurde das Gebiet zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach wieder vereinigt. Die weitere Erbteilung wurde durch das 1. Geburtsrecht verhindert. Im Wiener Kongreß 1815 erfuhr das zersplitterte Ländchen Flächenzuwachs bei Neustadt und im Erfurter Land und wurde zum Groß-herzogtum erhoben.

1775 (Ankunft Goethes) zählt Weimar 6000 Einwohner, das Herzogtum ca. 107 000. 1815 wächst das Territorium von 1800 auf 3600 km² und 195 000 Ew. Eisenach mit der Wartburg gehörte dazu.

Im 30jährigen Krieg verschont (da abseits gelegen!). In der Folgezeit finden immer mehr große Künstler aus allen Teilen des Reiches nach Weimar.

1708 erhält Joh. Seb. Bach (* in Eisenach) die Stelle des Hoforganisten, 1714 die Stelle des Konzertmeisters. Als 1716 der alte Hofkapellmeister stirbt wird dessen Sohn sein Nachfolger und nicht Bach, der die Stadt verläßt. Das entscheidende Jahrhundert für Weimar wird das 18., besonders unter der Herzoginwitwe Anna Amalia. Christoph Martin Wieland wird nach Weimar als Prinzenerzieher gerufen, aufgrund seines Werkes „Der goldene Spiegel“, ein lehrhafter Fürstenspiegel. Wieland wird zu einem Kulminationspunkt des Geisteslebens in Weimar. Seine Zeitschrift „Teutscher Merkur“ förderte die Ideen von einer aufgeklärten, wohltätigen Monarchie mit demokratischen Zügen. Wieland verpflichtet als Erzieher des jüngeren Prinzen Karl Ludwig von Knebel. Im Dezember 1774 führt Knebel den Erbprinzen mit Goethe zusammen und der Grundstein für die klassische Zeit Weimars ist gelegt. 1775 übersiedelt Goethe , der bekannte Dichter von Werther, nach Weimar. Hier blieb er bis zu seinem Tod 1832. - Siehe Künstlervitae!!

Weimer wurde zum geistigen Mittelpunkt Deutschlands und zum Walfahrtsort der namhaften Geister aus aller Welt. Eine neue Blüte erlebte Weimar in der 2. Hälfte des 19. Jh. Liszt arbeitete in Weimar (bis 1861) und setzte sich für Wagner ein, der damals gerade steckbrieflich gesucht wurde. Richard Strauss dirigierte von 1889 bis 1894 die Weimarer Hofkapelle. 1895 kommt Nitzsche nach Weimar, wo er 1900 stirbt. Der von seiner Schwester betriebene Nietzsche-Kult hat verheerende Folgen in der Nazizeit. 1902 Begründung der Kunstgewerbeschule durch Henry van de Velde. Die seit 1860 bestehende Kunstschule im Verband mit dieser neuen Schule, durch Gropius zusammengeführt, ergeben schließlich das Bauhaus, das 1924 dem sich schon lange andeutenden spießbürgerlichen Denken Weimars und dem amtlichen Druck weichen muß und nach Dessau abwandert.

1918: Abdankung des Großherzogs und Eingliederung des Großherzogtums in das neue Land Thüringen 1920. Ab 1919 tagt die deutsche Nationalversammlung in Weimar (siehe Weimarer Republik). Hitler trat besonders gern in Weimar auf und hielt Reden vom Balkon des Hotel Elefant. In Weimar war das Hitlerregim schon 1930 an die Macht gekommen und Weimar stellte den ersten Naziminister in Deutschland. Ausgerechnet in der Stadt klassischen Geister entstand eines der schrecklichsten Zeugnisse geistigen Terrors: das KZ Buchenwald.

Am 9. Februar 1945 schwerer Bombenangriff auf Weimar mit großen Schäden, am 12. April Einnahme der Stadt durch die Amerikaner, am 3. Juli Besetzung durch die Russen. Von 1945 bis 1950 Weiterverwendung von Buchenwald durch den Stalinismus (Speziallager Nr. 2). 1989 friedliche Revolution, die 1990 zur Wieder-vereinigung Deutschlands führt. Weimar wird 1999 Weltkulturhauptstadt werden.

Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche)

Die spätgotische Kirche steht auf dem Herderplatz und wurde 1735 bis 1745 umgebaut. In der Kirche befinden sich eine Reihe von Gräbern der Herzoge aus der ernestinischen Linie aus dem 16. und 17. Jh. Im Jahre 1518 predigte Martin Luther hier. Berühmt ist die Kirche vor allem durch Johann Gottfried Herder geworden, der hier von 1776 bis 1803 wirkte. Die Grabplatte mit seinem Wahlspruch „Licht, Liebe, Leben“ ist im Westchor in den Boden eingelassen. Das Herderdenkmal vor der Kirche wude 1850 vom Münchner Bildhauer Ludwig Schaller geschaffen. Das wichtigste Stück der Kirche ist sicher das Altarbild der beiden Cranachs, Lucas Cranach d. Ä. (1472 - 1553) und Lucas Cranach d. J. (1515 - 1586). Der Mittelteil des Bildes stellt die Erlösung des Menschengeschlechtes durch Christus am Kreuz dar, rechts (vom Betrachter aus) stehen Johannes der Täufer, Lucas Cranach d. Ä. und Martin Luther. Links wird Christus als Überwinder von Tod und Hölle dargestellt. Interessant ist auf der linken Seite der Kirche der sog. Luther-Schrein, der Luther als Mönch, als Junker Jörg und als Magister darstellt.

Neben der Kirche steht das alte Gymnasium, ein Barockbau von 1705 - 1716. An der Westseite des Herderplatzes eines der ältesten Gebäude, der Sächsische Hof, 1429 als Besitztum des Deutschritterordens erstmals erwähnt. Der Renaissancegiebel stammt aus dem 16. Jh. Hier wohnte Goethe vom 7. 11. 1775 (Berufung) bis zum 18. 3. 1776 (Umzug ins Gartenhaus). Auf der Chorseite der Kirche steht das sog. Deutsch-Ritter-Haus. Im Jahr 1808 schenkte es Herzog Karl August seiner Freundin, der Schauspielerin Caroline Jaegmann; 1809 wurde sie geadelt und erhielt den Namen „von Heygendorf“, daher heißt das Haus auch das Heygendorfsche Haus.

Der Theaterplatz

Das auffallendste Gebäude auf dem Theaterplatz ist das Deutsche Nationaltheater. Der erste Theaterbau war im klassizistischen Stil 1789 von Thouret erbaut worden. Im März 1825 brannte es aus, kurz darauf wurde mit dem Neubau eines Hoftheaters begonnen; 1907 wurde dieses abgebrochen zugunsten eines neuen Theaters, das 1908 eingeweiht wurde. Am 9. Februar 1945 wurde das Theater bis auf die Außenmauern und die Fassade gänzlich zerstört. 1948 wurde der Neubau mit Goethes Faust I wiedereröffnet. 1973 bis 1975 wurde das Theater „rekonstruiert“, was in der DDR Restauration bedeutete. In diesem Theater wurden Schillers „Wallensteins Lager“, „Maria Stuart“, „Die Braut von Messina“, „Wilhelm Tell“ und Goethes „Egmont“ und „Torquato Tasso“ u. a. uraufgeführt. 1919 war das Theater Tagungstätte der Nationalversammlung. Hier wurde die Verfassung der ersten Deutschen Republik beschlossen und das Theater wurde zum Deutschen Nationaltheater.

Das Bauhausmuseum

Gegenüber dem Theater steht der klassizistische Kulissenbau von Coudray. Er dient heute als Kunsthalle am Theaterplatz für die Bauhausausstellung und wechselnde Kunstausstellungen.

Das Goethe-Schiller-Denkmal

Dieses Denkmal wurde den beiden berühmtesten Bewohnern der Stadt 1857 errichtet (Arbeit von Ernst Rietschel). Das von Bayerkönig Max II. Zur Verfügung gestellte Material stammt von türkischen Kanonen, die bei der Schacht bei Navarino 1827 erbeutet worden waren. (Kopie des Denkmals seit 1910 im Golden Gate Parc von San Francisco). Goethe und Schiller stehen in freundschaftlicher Verbundenheit nebeneinander. Sie sind gleich groß dargestellt, um sie als gleich Große in der deutschen Kultur zu dokumentieren. Die Verschiedenheit ihrer Temperamente wird deutlich. Man muß aber wohl sagen, daß sich so das deutsche Bürgertum des 19. Jh. die Klassik vorgestellt hat. Jedoch: Die Klassik hätte und hat sich nicht so gesehen, nicht so als „Gruppenbild ohne Damen“. Goethe und Schiller stellen dar, wie sich deutscher Biedersinn Goethe und Schiller vorstellt.

Das Wittumspalais

1767 für einen herzoglichen Minister erbaut. 1774, nach dem Brand des Schlosses kauft die Herzogin Anna Amalia den Bau und wohnt hier bis zu ihrem Tode 1807. Im sog. Tafelrunden-Zimmer traf sich alles, was in Weimar Rang und Namen hatte. Im Festsaal des Gebäudes fand 1813 die Trauerfeier von Christoph Martin Wieland statt, der 1772 als Prinzenerzieher nach Weimar berufen worden war. Im Haus findet sich eine Wieland-Gedenkstätte.

Goethes Gartenhaus

„Hab ein liebes Gärtgen vorm Thore an der Ilm, schönen Wiesen in einem Thale. Ist ein schönes Häuschen drinne, das ich mir reparieren lasse. Alles blüht, alle Vögel singen.“ Diese zunächst heruntergekommene Häuschen erhielt Goethe 1776 von seinem Herzog. Goethe baute es aus, wohnte hier bis 1782 (Umzug ins sog. Goethe-Haus) und fand auch später hier eine Zufluchtstätte vor der Enge des Hoflebens. Hier vollendete er die „Iphigenie“, schrieb am „Wilhelm Meister“ und begann den „Tasso“.

Der stürmende und drängende Goethe hatte schon im Park bei Büsing-Palais mit Lilly Schönemann „der Liebe Lust und Leid erfahren“. Auch in Weimar hat Goethe seine glücklichste Zeit in einem Park, diesmal mit Christiane Vulpius. Dies mag Frau von Stein geärgert haben, die als Einzige einen zweiten Schlüssel zum Gartenhaus besaß. Einige seiner schönsten Liebeslieder und Gedichte sind hier entstanden. Das Gartenhaus ist ein pietätvoll gepflegtes Museum, schlicht und unverändert. Sogar die Aussicht ins Tal, die der Dichter so sehr liebte, ist noch die selbe.

Goehte schrieb am 1. 5. 1827 unter eine kolorierte Zeichnung des Gartenhauses:

Übermütig sieht’s nicht aus,
Hohes Dach und niederes Haus;
Allen die daselbst verkehrt,
Ward ein froher Mut beschert.
Schlanker Bäume grüner Flor
Selbstgepflanzter, wuchs empor.
Geistig ging zugleich alldort
Schaffen, hegen, wachsen fort.

 

Ein anderes kleines Gedicht zum Gartenhaus lautet:

Warum stehen sie davor?
Ist nicht Türe da und Tor?
Kämen sie getrost herein,
Würden wohl empfangen sein.
Das grüne Schloß

Es ist ein barock erneuerter Renaissancebau und enthielt die einstige Hofbibliothek (1761). Die hier gelagerten Handschriften, Wiegendrucke, ma. Bücher blieben vor dem Schloßbrand 1774 verschont. 1797 übernahm Goethe die Leitung dieser Bibliothek für mehr als drei Jahrzehnte. Um Platz zu schaffen, wurde der alte Stadtturm (neben dem Kassaturm der einzige Rest der Stadtbefestigung) in die Bibliothek einbezogen (1824). Die Bibliothek umfaßt mehr als 850 000 Bände, davon allein 13 000 Bände Faustliteratur. Sie ist als Studienbibliothek eingerichtet.

Das Haus der Frau von Stein

Liegt am Rand des Ilmparks. Gleich nach seiner Ankunft in Weimar lernte Goethe die mit 26 Jahren 7 Jahre ältere Frau von Stein kennen. Sie war die Frau des herzoglichen Stallmeisters, der sie 1764 geehelicht hatte. Er hatte mit ihr 7 Kinder, kümmerte sich aber vordringlich um Stall und Pferde.

1776 wurde das Stallgebäude unter tätiger Mithilfe Goethes umgebaut. Charlotte von Stein, Seelenfreundin des „Olympiers“, hat hier bis zu ihrem Tod im Jahre 1827 gewohnt.

Bonmot: Von Herrn von Stein 7 Kinder, von Goethe 1700 Briefe.

Heute Pension!

Fürstenhaus am Platz der Demokratie

Nach dem Schloßbrand 1774 zieht die herzogliche Familie für 30 Jahre hier ein. Hier machte Goethe seinen Antrittsbesuch, hier ging er als Minister aus und ein. Heute ist die Hochschule für Musik Franz Liszt (seit 1951) im Hause. Vor dem Fürstenhaus steht das Reiterstandbild von Carl August, der nach stürmischen Jugendjahren (mit Goethe) ein weiser und guter Landesvater geworden war.

Das herzogliche Schloß

Älteste Anlage: Wasserburg aus dem 10. Jh. - geschützt durch den Fluß, Wälle, Gräben und Zugbrücken. Als Residenz der Grafen von Weimar und Orlamünde wird sie als „Castrum Wymar“ 1214 erwähnt. 1618 brennt das Schloß ab. Ein Neubau unter Einbezug der Bastille des alten Schlosses mit dem schönen Renaissance-portal von Nicol Gorman (~ 1500 - 1560) und des Schloßturms. Die Schloßkapelle war von 1708 bis 1717 die Wirkungsstätte von Joh. Seb. Bach. 1774 wird auch die Wilhelmsburg größtenteils durch einen Brand vernichtet. Wiederaufbau durch Herzog Carl August von 1789 - 1803. Architekten: Johann August Arens, Nikolaus Friedrich Thouret und Heinrich Gentz. Goethe war in der Baukommission.

Der Westflügel wurde von 1835 - 1840 von Coudrag errichtet. Er enthält die sog. Dichterzimmer, die Goethe, Schiller, Wieland, Herder gewidmet sind. Die Entwürfe der Ausgestaltung teilweise von Schinkel, Fresken und Landschaftsgemälde von Friedrich Preller.

Seit 1918, nach der Auflösung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach wurden die historischen Räume des Schlosses den Kunstsammlungen gewidmet. Diese Kunstsammlung ist außerordentlich reich dotiert mit Werken vom Mittelalter bis in unsere Zeit.

1914 wurde der neubarocke, südliche Quertrakt vollendet. Auf dem Weg zum Platz der Demokratie steht das Duplikat des „Ildefonso - Brunnens“ (Original im Prado). Das Original stammt von Vorbildern aus dem griech. 5. Jh. und ist eine röm. Arbeit. Nach Lessing stellen die beiden Figuren „Schlaf und Tod“ dar.

Das rote Schloß

Ursprünglich 1574 als Witwensitz der Herzogin Dorothea Susanne gebaut, bietet mit seinen drei Renaissancegiebeln vom Marktplatz aus den besten Anblick. Daneben liegt das gelbe Schloß, mit dem roten Schloß Amtsräume der Stadt Weimar.

Der Marktplatz

Er wurde ~ 1400 im Zuge einer Stadterweiterung angelegt (1. Platz beim Kassaturm, heutiger Goetheplatz). Ursprünglicher Mittelpunkt der Stadt jedoch war der Herderplatz. Der Markt diente auch als Turnierplatz (1535 letztes Ritterturnier).

1554 Pflasterung des Platzes. An der Westseite des Platzes das Rathaus (neugotisch), 1842 nach Plänen von Baumeister Heinrich Haß fertiggestellt.

Die Marktnordseite mit der Hofapotheke war am 9. 2. 45 zerstört worden. Heute in Anlehnung an die historischen Gebäude wieder aufgebaut.

Ostseite: Ein schönes Ensemble bilden Cranach-Haus und Stadthaus, beides Renaissance-Häuser. Das Stadthaus, 1526 bis 1547 erbaut, war Rats-, Handels-, Ball- und Kaufhaus. Das Cranach-Haus, es wurde ab 1549 errichtet, war das Haus des Schwiegersohnes Lucas Cranachs d. Ä., des Kanzlers Nikolaus Brück. Nach der Niederlage von Mühlberg begleitete Cranach seinen Herrn in die Gefangenschaft und kehrte 1552, am 26. 9., nach Weimar zurück. Er zog in das Haus des Schwiegersohnes und richtete dort eine Malerwerkstatt ein. Die schmückenden Elemente der Fassade sind bemerkenswerte Elemente der Renaissance.

Gasthäuser am Markt: „Hotel Elefant“: 1561 urkundlich zum 1. Mal erwähnt. Gehört in der Goethezeit zu den ersten Adressen in Weimar. Der Gasthof „Schwarzer Bär“ ist 1540 gegründet worden.

Shakespeare-Denkmal im Ilmpark

Dieses Denkmal steht in der Nähe des sog. Borkenhäuschens, ein schlichter, mit Baumrinde umkleideter Bau, 1778 zum Namenstag der Herzogin Luise als szenische Kulisse für eine scherzhafte Aufführung von Goethe errichtet. Der Bau dieser Einsiedelei bezeichnet den Beginn der Goetheschen Bemühungen um die Gestaltung des Weimarer Parks an der Ilm, die erst 1828 abgeschlossen wurde. Das Shakespeare-Denkmal wurde 1904 eingeweiht und es war das erste Denkmal des Dichters auf dem Kontinent. Shakespeare wird mit den Attributen seines ernsten und heiteren Schaffens dargestellt, Totenschädel und Dolch; Pritsche und Narrenkappe. (1864 war in Weimar eine Shakespeare-Gesellschaft gegründet worden.)

Das römische Haus

Hier wird die bewußte Bezugnahme zur Antike sichtbar. Das römische Haus war als Sommersitz des Herzogs Carl August unter tätiger Mithilfe bei Planung und Gestaltung Goethes gebaut.

Goethe und Schiller - Gruft

Dabei handelt es sich eigentlich um die Fürstengruft im historischen Friedhof. Der klassizistische Bau war im Auftrag von Carl August von Coudray geschaffen worden, und zwar als fürstliche Familiengruft (1824 - 1827). 1828 wurde der Herzog hier bestattet. Die Gruft wurde 1994 restauriert und neu organisiert und die beiden Sarkophage der Dichter stehen wieder an der Stelle, an der sie ursprünglich standen. Der sog. Zweite Schillerkopf ist derzeit nicht in der Gruft.

Als Anbau an die Fürstengruft 1859 - 1862 eine kleine russisch-orthodoxe Kapelle, die sich die Schwiegertochter Carl Augusts und Tochter Zar Paul I hatte bauen lassen.

 

Aktualisiert (Donnerstag, den 24. Juni 2010 um 10:53 Uhr)